Veröffentlicht am 12. Juli 2026 um 23:45 Uhr
Ein Diamantgutachter beim Juwelier soll einen 1,2-karätigen Diamanten bewerten. Zuerst benötigt er den ÜBERBLICK: die Form des gesamten Steins, die Symmetrie, den Farbgrad. Bei 8-facher Vergrößerung bietet sich ihm ein 20-mm-Sehfeld, das den gesamten Stein auf einmal zeigt. Anschließend benötigt er das DETAIL: Einschlüsse gemäß GIA-Skala (VVS1/VS2/SI1 etc.) identifizieren, Facetten überprüfen, verdächtige Laserbohrungen erkennen. Bei 16-facher Vergrößerung werden diese Details mit einem Sehfeld von 10 mm sichtbar.
Mit separaten Lupen bräuchte der Gutachter zwei Instrumente – eine 8x und eine 16x – und müsste ständig zwischen ihnen wechseln. Mit der Peak Lupe 2044 genügt EINE LUPE. Ein Ringmechanismus an der Basis ändert die Vergrößerung zwischen fünf Stufen (8x, 10x, 12x, 14x, 16x) mit einer einzigen Handbewegung.
Optischer Aufbau der Zoom-Mechanik
Die Peak Lupe 2044 enthält 8 LINSEN, die in 6 GRUPPEN angeordnet sind. In jeder Vergrößerungsstufe sind bestimmte Linsen nah beieinander positioniert und andere getrennt. Der Zoom-Ring verschiebt ein INNENLIEGENDES LINSENGLIED relativ zu den anderen:
- Bei 8x-Stufe: Das innere Glied befindet sich am weitesten vom Objekt entfernt. Die kurze Brennweite sorgt für ein breites Sichtfeld.
- Bei 16x-Stufe: Das innere Glied sitzt nah am Objekt. Die längere effektive Brennweite sorgt für ein engeres Sichtfeld.
- Zwischenstufen: Linear interpolierte Positionen.
Die Herausforderung: EINE SCHARFE FOKUSSIERUNG und KONSISTENTE LICHTSTÄRKE bei allen Vergrößerungsstufen beizubehalten. Eine einfache Zoomlupe würde bei hohen Vergrößerungen unschärfer oder dunkler werden. Die 8-Linsen-Konstruktion von Peak ist darauf optimiert, sowohl Aberrationen als auch Lichtverluste über den gesamten Zoombereich zu minimieren.
Dies entspricht derselben optischen Designphilosophie wie bei modernen Zoomobjektiven für Kameras – jedoch im Mikromaßstab für eine Handlupe.
Schrittweise Rastungen – kein stufenloser Zoom
Die Zoomlupe verfügt über 5 FESTE STUFEN: 8x, 10x, 12x, 14x, 16x. Ein Click-Stop-Mechanismus rastet bei jeder Vergrößerung sicher ein. Ein kleines Fenster zeigt die aktuelle Vergrößerung numerisch an.
Warum kein stufenloser Zoom? Aus praktischen Gründen:
- Reproduzierbarkeit: Die 8x-Stufe ist jedes Mal EXAKT dieselbe. Ein stufenloser Zoom könnte sich verstellen.
- Kalibrierung: Die Skala im Okular ist für spezifische Vergrößerungswerte kalibriert. Ein stufenloser Zoom würde Korrekturberechnungen für jede Position erfordern.
- Mechanische Stabilität: Rastungen sind vibrationsstabil.
- Schneller Wechsel: Der Anwender kann direkt zur gewünschten Stufe wechseln, ohne suchen zu müssen.
Integrierte Glasskala
Die Peak Lupe 2044 besitzt eine EINGEBAUTE MESSSKALA (Strichplatte) in der Brennebene des Okulars. Bei jeder Vergrößerungsstufe ist eine Skala sichtbar:
- Standardskala: 0,1-mm-Teilung (Grobteilung) mit 0,005-Hilfsmarkierungen (Feinteilung).
- Skala über das gesamte Okularfeld sichtbar.
- Fokussiert simultan mit dem Objekt – beide erscheinen absolut scharf.
Der praktische Nutzen: Der Anwender kann Objektabmessungen direkt MESSEN, ohne die Lupe abzusetzen und ein separates Messwerkzeug anlegen zu müssen. Lupe und Messwerkzeug in einem einzigen Instrument.
Dioptrienausgleich für Brillenträger
Eine bemerkenswerte und einzigartige Funktion: Die Peak Lupe 2044 verfügt über einen DIOPTRIENAUSGLEICHS-Ring von +2,5 bis -5,0 Dioptrien. Dadurch können Brillenträger DIE LUPE OHNE BRILLE VERWENDEN – die eigene Sehschwäche wird einfach über den Ring kompensiert.
Vorteile:
- Brillenträger müssen die Brille nicht störend vor die Lupe halten (ergonomischer Vorteil).
- Keine Gefahr, dass das Brillengestell an die Fassung der Lupe stößt.
- Das Brillenglas als zusätzliche Schicht zwischen Auge und Lupe entfällt – für eine bessere optische Leistung.
Einstellung: Drehen Sie den Ring, bis die Okularskala scharf ist. Damit ist die Lupe auf die Sehkraft des jeweiligen Anwenders angepasst. Wird die Lupe von einer Person mit anderer Sehstärke verwendet, lässt sich der Ring im Handumdrehen neu justieren.
Anwendungsbereiche
Edelstein- und Diamantgutachter: Standardwerkzeug für Prüfungen auf GIA-Niveau.
Philatelisten und Sammler: Echtheitsprüfung von Briefmarken, Zustandsbewertung. 8x für den Überblick, 16x für mikrofeine Details.
Antiquare und Museumsexperten: Begutachtung von Münzen, Gravuren, Gemäldesignaturen.
Qualitätskontrolle in der Mikroelektronik: Leiterplattenprüfung, Ablesen von Bauteilen, Lötstellenqualität.
Textil- und Gewebeprüfer: Webqualität, Fadenabrieb.
Uhrmacher: Reparaturen, die sowohl Überblick als auch höchste Detailgenauigkeit erfordern.
Restauratoren: Gemälderestaurierung, Papieranalyse.
Lieferumfang und technische Daten
Peak Lupe 2044 Zoom-Messlupe mit 5 Raststufen (8x, 10x, 12x, 14x, 16x), achromatische Konstruktion mit 8 Linsen in 6 Gruppen, fokussierbare Glasskala mit 0,1-mm-Teilung, Dioptrienausgleich von +2,5 bis -5 für Brillenträger, Sehfeld 20–10 mm je nach Vergrößerung, Arbeitsabstand 20 mm, reflexmindernd beschichtete Optik, Gewicht 149 Gramm, Abmessungen 45 × 65 mm, inklusive Schutzhülle. 3 688 kr.
Das Standardwerkzeug für Gutachter, Sammler, Restauratoren und alle, die im selben Arbeitsablauf Flexibilität zwischen Übersicht (8x) und Mikrodetails (16x) benötigen. Macht den Einsatz mehrerer separater Lupen überflüssig. Der Dioptrienausgleich bietet einen einzigartigen ergonomischen Vorteil für Brillenträger.
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